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Die glorreichen Zwölf, die in Wels zum zweiten Mal den Donaupokal nach Klingenburg holten. Bild: Laura Lichtblau

Wahnsinn in Wels – da tanzt nicht nur der Bär

(ako) Wer schon einmal die Ehre hatte, den Golfclub Klingenburg beim traditionellen Donaupokal zu repräsentieren, kehrte in den letzten Jahr(zehnt)en meist mit einer gehörigen Portion Frust in den Alltag zurück. Letzter oder Vorletzter im Traditionswettstreit von zehn Donau-nahen Clubs aus Österreich, Ungarn und Deutschland waren die Regel. Schon eine Platzierung vor dem Nachbarn Ulm war eine aus Verzweiflung geborene Zielsetzung, die immer öfters verfehlt wurde.

Ein erster Lichtblick am Horizont blitzte vor Jahresfrist auf, als sich mit Beginn der Präsidenten-Ära Lichtblau die chronische sportliche Blockade mit dem vierten Rang in Ingolstadt zu lösen schien. Und der Schein trog nicht: Zwölf Monate später folgte jetzt im oberösterreichischen Wels der sehnlich erhoffte Befreiungsschlag – Platz eins mit genau zwei Netto-Punkten Vorsprung nach zwei heißen Turniertagen und -nächten. Und danach brachen alle Dämme.

Der (sportliche) Wahnsinn von Wels löste im Klingenburger Lager unbeschreiblichen Jubel aus. Als Spielführer Jürgen Käser und Präsident Joachim Lichtblau die Donaupokal-Trophy, einen handcolorierten Kupferstich (gestiftet 1978 von Johannes Fürst von Thurn und Taxis), inmitten aller Mitspieler glückstrahlend der staunenden Rest-Welt präsentierte, bebte das Clubhaus in seinen Grundfesten. Und danach tanzte nicht nur der Bär – teilweise sogar auf den Tischen. Die Welle der Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Kein Wunder, sind es doch sage und schreibe 28 Jahre her seit Klingenburgs erstem Donaupokal-Triumph 1987.

Um ein Haar hätte es auch diesmal nicht ganz gereicht. Nur zwei Punkte bzw. Schläge betrug der Unterschied zum zweitplazierten Team von Pannonia Budapest. Die Mannschaft aus Ungarn war nach dem ersten Turniertag (Vierball-Bestball) noch gleichauf gelegen (152:152) und spielte auch bei den abschließenden Einzeln auf Augenhöhe. Im Endeffekt hatten alle im Einsatz befindlichen Klingenburger ihren Anteil am klitzekleinen Vorsprung, der letztlich den Ausschlag gab. Ein glückliches Händchen hatte sicherlich Expeditionsleiter Jürgen Käser bei der Zusammenstellung der Mannschaft, die entsprechend dem Club-Credo „verjüngt und leistungsorientiert“ auftrat – was vor allem auch durch die Präsenz von drei Mitgliedern des DGL-Herrenteams zum Ausdruck kam.

Nicht zuletzt ging Präsident Joachim Lichtblau mit gutem Beispiel voran. Er holte nicht nur wichtige Punkte, womit er „so nebenbei“ auch noch die Präsidenten-Wertung gewann, sondern bewies auch bei der anschließenden Jubel-Orgie ungeahntes Stehvermögen. Neben „Jogi“ Lichtblau und Jürgen Käser waren am Klingenburger Sensationssieg beteiligt: Marc Gratzl, Tom Ruess, Reimund Dirr jr., Maria-Theresia Kaufmann, Armin Häußler, Michaela und Ludwig Stegherr, Lissi und Alois Seitz sowie Markus Seitz.

Netto-Endstand nach zwei Wettbewerben (Vierball-Bestball und Stableford-Einzel):

1. Klingenburg 446 Punkte (152+294), 2. Pannonia Budapest 444 (152+292), 3. Wels 432 (144+288), 4. Ingolstadt/Vorjahressieger 430, 5. Neuburg/Wittelsbach 417, 6. Bayerwald 415, 7. Ulm 414 (134+280), 8. Amstetten/Öst. 401, 9. Regensburg 399, 10. Deggendorf 381.