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Kühle Getränke ebenso begehrt wie heiße Punkte

Von Alfred KOCH

Heiß war's, gnadenlos heiß. Zeitweilig stieg das Thermometer sogar bis zu 40 Grad Celsius im Schatten. Da gab's nur eins: Energie sparen, viel trinken und ökonomisch spielen. Der 14. PROMA-Golf-Cup geriet zur gemeinsamen Schlacht gegen die Hitze, und von den 77 Turnierteilnehmern kamen bewundernswerterweise 76 ins Ziel, teilweise sogar mit hervorragenden Scores. Dies lag zum einen an der bekannt stabilen Konstitution der Klingenburger Golfergarde, zum anderen an einer improvisierten Last-Minute-Getränke-Versorgung mittels Ein-Mann-Shuttle-Service.

Werner Biberacher und Christina Häußler, die Geschäftsführer von PROMA, dem führenden Versicherungsmakler aus Jettingen- Scheppach, unterhalten schließlich nicht nur geschäftliche Beziehungen zu ihren golfenden Nachbarn, sondern auch persönliche Kontakte. So auch zum Klingenburger „Urgestein“ Rainer Gollwitzer, ein Mann für besondere Anlässe. Und seit dieser Saison als „ambulanter Sommelier“ im Einsatz. Konkret: Er liefert und serviert Getränke während der Golfrunde. Erfrischendes, Sprudelndes, aber auch Alkoholisches, ganz nach Wunsch. Golo, wie sie ihn alle nennen, der seit Jahren in einem Nebengebäude des Klingenburger Schlosses wohnt, kennt wie kaum ein anderer die Stärken und Schwächen seines Clubs und wollte „einfach mal einen Eigenbeitrag“ leisten. Das heißt, er bedient die an drei Stellen befindlichen Automaten und fährt, wenn er Lust hat, an sonnigen Tagen mit einem Club-Car als „Mineral-Transporteur“ über die Fluren.

Am Sonntag, den 4. Juli, wollte sich der umtriebige Rentner, seit eh und jeh schon immer mit einem Faible für Geselligkeit ausgestattet, eigentlich ausruhen. Doch als kurz vor Turnierbeginn das Telefon klingelte und seitens der PROMA-Chefetage „spontaner Getränke-Service“ angefordert wurde, war's mit der Ruhe vorbei. „Da konnte ich einfach nicht nein sagen“, sagte der flexible Jung-Siebziger und packte sogleich an. In Windeseile plünderte er sein Getränke-Depot, füllte nach und fegte mit der vorhandenen Ware dreieinhalb Stunden lang über die heißen Fairways. Wo der Bedarf an kühlenden Flüssigkeiten bei den alles gebenden Golfern ständig stieg.

Aber eben darum konnte mit fortschreitender Turnierdauer auch nicht jedes Getränk eiskalt sein. Irgendwann ging bei Golo halt die Kühlung aus – schließlich war er ja völlig unvorbereitet zu seinem Job gekommen. Und dann auch noch Gemotze. „Einige haben doch ganz schön unfreundlich reagiert, als die Flaschen nicht mehr kühl genug waren – da spielte es keine Rolle, dass alles ja kostenlos war“, erzählte der strapazierte Notversorger, der zwischenzeitlich den erhitzten Gemütern auch noch mitteilen musste, dass er für die Leerung der Abfallkörbe bestimmt nicht zuständig sei.

Letztlich sind sie alle „ziemlich ermattet, aber weitgehend unbeschädigt“ ins Ziel, sprich Clubhaus gekommen. Dort hatte sich die Getränke-Lage schnell wieder entspannt. Ein Barbecue-Buffet nach US-Manier (am Independence Day) und ein schwäbischer Zauberer namens Dünnbier ließen die Strapazen schnell vergessen. Spätestens bei der Siegerehrung erreichte die Stimmung das volle PROMA-Format, zumal es „übermenschliche Leistungen“ zu feiern galt. Den tropischen Temperaturen zum Trotz waren elf Unterspielungen zu verzeichnen. Sportlich am höchsten einzuschätzen waren wohl die 34 Brutto-Punkte von Tobias Oßwald vor Niko Beranek (32), bei den Damen gewann Anna Grimminger (23) das Brutto. Im Netto-Bereich waren die 39 Punkte von Christian Grosse vor Jungspund Tom Gehring (37) aller Ehren wert. Weitere tolle Ergebnisse brachten Armin Glogger (40 Netto), Thomas Feller (Dillingen), Silvia Feinle (je 39), Alexander Endris (38) und Bernd Taglang (37) sowie in der Aufbauklasse Peter Jungmann (45), Michaela Stegherr (40) und Stefan Oberlander (38) nach Hause. Nur um ein Haar hatte Christina Häußler mit 36 Netto ein neues Handicap verpasst, immerhin hatte sie ihrem Geschäftsführer-Kollegen Werner Biberacher (25) diesmal deutlich die Hacken gezeigt.

Was sich bestimmt nicht nachteilig auswirken dürfte. Im Gegenteil. Werner Biberacher hat sich fest vorgenommen, demnächst öfters auf der Klingenburg aufzukreuzen – nicht nur als Sponsor an drei Fronten (inkl. Herren- und Damennachmittag), sondern auch als aktiver Schlägerschwinger. Die Club-Führung mit Präsident Joachim Lichtblau und Spielführer Jürgen Käser an der Spitze kann sich glücklich schätzen, mit PROMA einen in jeder Beziehung verlässlichen Partner auch künftig an ihrer Seite zu haben.