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St. Nikolaus alias Alois Brunhuber las den Golfern bei der Adventsfeier des Herren-Nachmittags gehörig die Leviten. Bild: W. Blumberg

St. Nikolaus alias Alois Brunhuber las den Golfern bei der Adventsfeier des Herren-Nachmittags gehörig die Leviten. Bild: W. Blumberg

Nikolausfeier „mutiert“ zum Abrechnungstag

(ako) Wer gedacht hatte, der Herren-Nachmittag hakt seine Nikolausfeier 2016 ebenso schnell ab wie die meisten der vorangangenen Turniere, wurde eines Besseren belehrt. Nach einem schmackhaften Abendessen im nicht gerade vorweihnachtlich dekorierten Clubhaus schickten sich die ersten der 38 Teilnehmer bereits zum Gehen an, als plötzlich wieder Leben in die satte Gesellschaft kam. St. Nikolaus höchstpersönlich erschien im bischöflichen Ornat mit wallendem Rauschebart und überdimensionalem „Klassenbuch“ und las dem bass erstaunten Golfvolk in Versform gehörig die Leviten.

Vom Verfall der guten Sitten auf den Fairways war die Rede, von abnehmendem Insteresse an allen Fronten, von verkrusteten Strukturen und mangelnder Toleranz. Lob gab's hingegen für die Men's-Captains Horst Kalchgruber und Reimund Dirr, deren Engagement oft nicht gebührend genug gewürdigt würde. Damit aber noch nicht genug – kaum war der heilige Mann, dessen Akzent stark an Alois Brunhuber erinnerte, wieder verschwunden, wurde es erst richtig ernst. Die Doppelspitze Kalchgruber/Dirr nutzte die Chance des guten Besuchs, darunter auch Club-Präsident Jogi Lichtblau, zur Offenlegung ihrer Jahresbilanz, in der neben überwiegender Stagnation eine vierstellige Deckungslücke im Etat die größten Sorgen bereite.

Die Probleme blieben nicht ohne Resonanz. Flugs war aus der Nikolausfeier eine angeregte Diskussionsrunde geworden, die zwar nicht gerade einer besinnlichen Advents-Stimmung förderlich war, dafür aber nach mehrfachem Abwägen von Pro und Contra konkrete Ergebnisse brachte. Vorrangig gilt weiterhin die Devise, die Qualität des Herren-Nachmittags generell zu erhalten, dafür sollen künftig „gemeinsame Pflicht-Bewirtungen“ aus der Herren-Kasse entfallen. Auch weniger aufwändige Halfways dürften sich auf die Finanzen positiv auswirken. Sponsoren sind natürlich nach wie vor höchst willkommen, doch zuletzt hatte nur noch der Baustoffmarkt Gersthofen das volle Kontingent abgedeckt. Mehr Eigeninitiative wäre daher wünschenswert.

Wünschenswert ist für die meisten Mittwochs-Golfer auch eine variablere Einteilung der Flights. Angesichts der Tatsache, dass die noch arbeitende Bevölkerung bevorzugt „später starten“ will, wurde die allgemeine Startzeit der Herren-Nachmittage in den Sommermonaten um eine Stunde verlängert, also frühestens ab 13:30 Uhr. Sportlich soll's weiterhin „kompromisslos“ zugehen – alle Turniere sind grundsätzlich vorgabenwirksam, sofern es Wetter und Spielart zulassen.

Die Doppelspitze Horst Kalchgruber (l.) und Reimund Dirr wird weiterhin den Herren-Nachmittag organisieren.

Zuguterletzt gab's auch im personellen Bereich noch Nägel mit Köpfen: Horst Kalchgruber und Reimund Dirr wurden als Men's-Captains für die neue Saison bestätigt.